Die Match - Verband der Armbrustschützen Österreichs

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Geschichte
Match
Geschichte

Die Matchwaffe

Man geht sicher in der Annahme nicht fehl, wenn man die Matchwaffe als einen in verschiedenen Details präzise und technisch verbesserten Balester bezeichnet. Die Urform des Balesters, selbst aus grauer Vorzeit, bleibt auch bei der Matchwaffe gewahrt. Die detaillierten technischen Verbesserungen sind nicht allzu sehr gravierend.

Vieles hat auch der Balester, und es könnte auch noch einiges eingebaut werden, was heute eine technisch modern ausgeführte Matchwaffe auszeichnet. Die Ausmaße der Matchwaffe gleichen der des Balesters, das Gewicht beträgt 7 kg, und der "Wimmer-Glasfaserbogen" ist nicht wie beim Balester 75, sondern nur 62 cm lang und wird mit dem Bogeneisen und einer eigens verschraubten technischen Vorrichtung in der Säule festgehalten. Der grundlegende Unterschied zwischen Balester und Matchwaffe liegt eigentlich nur in einer einzigen besonderen Ausführung. Die hart verchromte Stahlbahn ist 23 cm lang, der Hub (Zug) beträgt allerdings nur 14 cm, das bedeutet, daß der Bogen auf die kurze Spannweite enorme Kraft entwickeln muß. Die Sehne, eine aus Kunstfaserfäden gebündelte zweiteilige Schnur, wird mit dem "Stahl-Rutscherl" in der Mitte der Stahlbahn zusammengeführt und von der Schloßklaue gehalten. Das in der Stahlbahn schwalbenschwanzförmig ausgefräste und fix geführte "Rutscherl", welches nicht von der Stahlbahn abhebbar ist, sorgt im Zusammenwirken mit dem großen Bogendruck für präzise Ziel- und Treffsicherheit. Dieses nicht abhebbare "Rutscherl" ist zurzeit der einzige Unterschied zwischen Balester und Matchwaffe. Ein Wort noch zum "Wimmer-Glasfaserbogen": Bis vor ungefähr 5 - 6 Jahren dominierte bei der Matchwaffe einzig Lind allein der Stahlbogen. Heute verwendet man ans Sicherheitsgründen den Glasfaserbogen Beim Bruch eines Stahlbogens kam es bereits durch die große Spannkraft desselben zu schweren Verletzungen im Gesichtsbereich des Schützen während der Glasfaserbogen, sollte er "müde" oder "spröde" werden, einfach und gefahrlos abknickt. Eine besondere Präzision erfährt die Visiereinrichtung. Korntunnel und Wasserwaage sind wiederum wie beim Balester an der linken Vorderseite angebracht. Die elektronische Abzugsvorrichtung kann auch auf jeder Waffe (Rehrlstahel und Balester) montiert werden, ohne daß es zu einem Verstoß der Bestimmungen kommen kann. Dieselbe Visiereinrichtung beinhaltet auch eine 5 fache verschiedenfarbige Filterwirkung, um die Grellheit des Lichtes zu dämpfen, während die Irisblende den Druckblick Lind Lichteinfall größer oder kleiner, regelt. Die elektronische Schußauslöung wird durch eine kleine Batterie, welche sich im Schaft befindet, mit dem nötigen Strom versorgt. Es gibt keinen Stecher, nur einen sehr leichten Druckpunkt, und die Abzugsvorrichtung wird nach jedem Schuß von der Batterie wieder aufgeladen. Am  Schaftende ist eine höhen- und radialverstellbare Hakenkappe angebracht, welche den Schützen das bequeme Halten der Waffe ermöglicht, wobei der höhen- und tiefen, sowie rechts- und linksverstellbare Wangenansatz auch dazu beiträgt. Armstütze und Revolvergriff mit durchbohrtem Daumenloch ergänzen die Waffe zur Vollkommenheit. Schaft und Säule sind verleimte Harthölzer, und stirnseitig ist der Aufhängering angebracht.



 
Copyright 2015. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü